Presseberichte
Seriensiegerin überraschend entthront
Seriensiegerin überraschend entthront
Marita Peters gewinnt den Krabbenpulwettbewerb – Margret Hahnel nur Dritte – Teilnehmerzahl deutlich zurückgegangen
VON KLAUS-GÜNTER OETTING FEDDERWARDERSIEL.
KZW 24. Juli, 2010
Margret Hahnel ist das Siegen gewohnt. ZwölfMal schon wurde die Nordholzerin Niedersachsen-Meisterin beim Krabbenpulen in Fedderwardersiel. Gestern hätte es der 13. Pokal werdenkönnen – wurde es aber nicht. Margret Hahnel musste gleich zwei Konkurrentinnen vorbeiziehen lassen
Marita Peters aus Wremen ge-wann den Wettbewerb 2010,nachdem sie in den Vorjahren oftden 2. Platz belegte und sich da-bei mit Margret Hahnel ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. Gesternhatte die Wremerin alles im Griff,schälte 456 Gramm Krabbenfleisch aus den Schalen und hatteam Ende 40 Gramm Vorsprungvor der Zweitplatzierten, Angelika Brüggemann (414 Gramm) aus Nordenham. Dritte wurde Margret Hahnel mit 394 Gramm. Eslief einfach nicht bei ihr.
Stammgäste aus Bremen
Die Reihen der Teilnehmer wie-sen überraschend große Lückenauf. 105 Teilnehmer vermeldete Moderator Henning Kaars. Erst-mals mussten die Pulerinnen und Puler 5 Euro Startgeld bezahlen, „aber daran lag es nicht“, versuchte Dennis Westphal die leeren Bankreihen zu erklären.
Sei’s drum. Die jenigen, die dabei waren, bekamen für 5 Euro Kaffee, Berliner und das Krabbenfleisch obendrauf – und hatten auch noch jede Menge Spaß. Zum Beispiel das Team der „Bremer Krabben“ einheitlich in roten T-Shirts und richtig gut drauf. Die Mannschaft besteht im wesentlich aus dem Familien-Clan der Achilles und Freunden aus der Hansestadt, die seit einigen Jahren auf dem Campingplatz Ferienmachen und zum siebten Mal anden Krabbenpulmeisterschaften- teilnahmen.
Mit mäßigem Erfolg, gab Klaus Achilles zu, versicherte aber, sein Team nehme das nicht nur olympisch, sondern gehe mit großem Ernst an den Wettbewerb. Der Grund: Es gibt eine interne Wertung. Und wer dort am besten abschneidet, bekommt eine Urkunde „und muss einen ausgeben“, sagte Claus Achilles. In diesem Jahr war das Jennifer Achilles auf dem 21. Platz. „Wie immer“, lauteten die anerkennenden Kommentare der „Bremer Krabben“. Dominik Hinz aus Nordenham war mit sieben Jahren einer der jüngsten Teilnehmer, hat aber schon drei jährige Krabbenpul-Erfahrung. „Mir macht das Spaß“, sagte er. Krabben als Nahrungsmittel sind nicht so sehr sein Ding. Mit dem 83. Platz war Dominik Hinz zufrieden. Dafür gabes Urkunde und Medaille.
Fischer können auch pulen
Die Ware, die es zu schälen galt, war erst gestern morgen von Fischer Karl-Heinz Schröder angelandet worden. Er nahm mit seinen Berufskollegen ebenfalls amWettbewerb teil. Dabei zeigten die Fischer, dass sie die Lecker-bissen nicht nur fangen, sondernauch pulen können. Hans Schröder zum Beispiel wurde Vierterder Gesamtwertung und mit 346 Gramm bester Mann. ManfredWefer, Kapitän der „Rubin“ wurde Gesamt-Elfter und zweitbester Mann mit 301 Gramm vor Siegfried Sommer mit 275 Gramm.
Lockere Sprüche
Das ganze Geschehen wurde gekonnt moderiert von Henning Kaars, der das Prominenten-Pulen möglicherweise vermisst haben wird, weil er die Promi-Riegein den letzten Jahren so herrlich auf die Schippe nehmen konnte. Lockere Sprüche hatte der Bürgermeister der Gemeinde Jade, der in Fedderwardersiel aufgewachsen ist, aber auch so ausreichend auf Lager.
Bei einer Urlauberin aus Thüringen biss er allerdings auf Granit. Sie war zum Mitmachennicht zu bewegen. Immerhinkonnte Henning Kaars die Zuschauerin in die Geheimnisse des Krabbenpulens einweihen.
Heute wird die Kutterregatta unter anderem mit den beliebten Gästefahrten und dem Rennen um das Blaue Band der Kreiszeitung Wesermarsch fort gesetzt (siehe auch Programm auf Seite17). Ein seit Jahren fester Bestandteil des dreitägigen Geschehens am Hafen fällt aus: Für das Schlicktauziehen am Sonntag gabes nur zwei Anmeldungen, bedauerte Dennis Westphal.
Aktualisiert (Freitag, den 06. August 2010 um 09:25 Uhr)
