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Home Presseberichte Frischfisch statt Tiefkühlkost

Frischfisch statt Tiefkühlkost

Frischfisch statt Tiefkühlkost von Brigitte Rademann
Die Geschäftsführerin des Vereins Pro Region, Marion Hauschild (von links), der Geschäftsführer der Butjadinger Fischereigenossenschaft, Dennis Westphal, Koch Manfred Frerichs und Jens Ortel, Kunden-und Produktberater, präsentieren einen mehr als drei Kilogramm schweren Steinbutt aus der Nordsee – Beifang der Krabbenfischer.

Verein Pro Region und Fischereigenossenschaft werben mit Kochkursen für regionale Kost aus dem Meer

Von Brigitte Rademann

Rodenkirchen. Wer Fisch isst, lebt gesund. Der Verein Pro Region Wesermarsch/Oldenburg hat sich die Vermarktung regionaler Produkte auf die Fahne geschrieben. Geschäftsführerin Marion Hauschild hatte daher jetzt die Butjadinger Fischereigenossenschaft in Fedderwardersiel mit ins Boot geholt und in der Markthalle Rodenkirchen zwei Fisch-Kochkurse angeboten.

Obwohl zu den beiden Abenden in einem Nebenraum der Küche von Gastwirt Gerfried Hülsmann recht kurzfristig eingeladen worden war, war die Resonanz groß. „Es waren so viele Anmeldungen, dass wir sogar eine Warteliste anlegen mussten“, erklärte Marion Hauschild. Um so bedauerlicher war der Umstand, dass am ersten Abend von 15 angemeldeten Teilnehmern nur zehn erschienen.

Inhaber einer Kochschule

Pro Region hat bereits während der alljährlich stattfindenden Lamm-und Ochsenwochen mit dem Koch Manfred Frerichs aus Schwei zusammengearbeitet. Der Inhaber einer Kochschule brachte dort den Teilnehmern die leckere Zubereitung regionaler Fleischerzeugnisse näher. Jetzt standen Seefisch und Krabben auf dem Programm. „Wir setzen uns dafür ein, dass der Verbraucher frischen Fisch genießt und weniger auf Tiefkühlprodukte zurückgreift“, betonten der Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Dennis Westphal und der Kunden-und Produktberater Jens Ortel. Meerestiere sollten immer in einem Fachgeschäft gekauft werden, dort bekomme man auch den ganzen Fisch, der an der Supermarkttheke kaum zu finden sei.

Dort liegt allerdings auch der Hase im Pfeffer, denn wie Manfred Frerichs anführte, hätten viele Verbraucher verlernt, einen ganzen Fisch fachgerecht zu zerlegen. „Es müssen nicht immer Fischstäbchen sein“, betonte der Koch. Auch mit viel Panade umlegten Filets erteilte er eine Absage. Diese würden sich beim Zubereiten wie ein Schwamm mit Fett vollsaugen. Ganz anders verhalte es sich mit frischer Ware, erklärte er und zeigte seinen Kochschülern, wie eine Scholle filetiert wird und die Reste den Fond für eine schmackhafte Fischcremesuppe bilden.

Dennis Westphal und Jens Ortel hatten für diesen Abend sogar einen mehr als drei Kilo schweren Steinbutt mitgebracht. Das prachtvolle Exemplar ist von den Krabbenfischern in Fedderwardersiel als Beifang angelandet worden. Die Zubereitung des Fisches im Ganzen sei einfach, erläuterte der Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft. Der Steinbutt kommt in einem Gemüsebett mit Kartoffeln auf ein Blech und wird im Backofen gegart: „Etwas Besseres haben Sie nie gegessen, der zergeht auf der Zunge“, schwärmte Jens Ortel.

„Wir möchten unseren Teilnehmern die Angst nehmen, frischen und im Ganzen gekauften Fisch einfach und lecker zuzubereiten“, unterstrich Marion Hauschild. Wenn man auf Produkte regionaler Märkte zurückgreife, wisse man schließlich, was auf dem Tisch komme. Auch sie erteilte der Bequemlichkeit der schnellen Küche eine Absage.

Zum Messer gegriffen

So griffen die Teilnehmer dieses Fischkochkurses zunächst einmal zum Messer, schnippelten Gemüse und zerteilten Maischollen. Nachdem ein großer Topf für den Fischfond angesetzt war, wurden die Vorbereitungen getroffen für einen Matjestatar mit Spargelsalat, es gab gefüllte Tomaten mit Krabben und Frischkäse – und natürlich den Steinbutt in Folie gebacken mit Orangensoße und Gemüsespaghetti.

Als Lohn für ihre Mühe setzten sich die Hobbyküche anschließend an den fein gedeckten Tisch und ließen sich die regionalen Köstlichkeiten aus dem Meer schmecken.

Die Geschäftsführerin des Vereins Pro Region, Marion Hauschild (von links), der Geschäftsführer der Butjadinger Fischereigenossenschaft, Dennis Westphal, Koch Manfred Frerichs und Jens Ortel, Kunden-und Produktberater, präsentieren einen mehr als drei Kilogramm schweren Steinbutt aus der Nordsee – Beifang der Krabbenfischer.

Erschienen: 15.05.2010: KZW / 112 / Seite:21

 

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